Viszerale Osteopathie

Im Gesamten gehören zum viszeralen System die inneren Organe mit Ihren Faszien und dem entsprechenden Blut-, Lymph- u. Nervensystem. Organe haben durch bindegewebige Verbindungen direkten Kontakt zu anderen Organen und zum Skelett. Berührungsflächen der Organe untereinander nennt man viszerales Gelenk. An der Entwicklung der viszeralen Osteopathie hatte Jean Pierre Barral entscheidenden Anteil. Durch Untersuchungen konnte Barral nach Meinung der Osteopathie darstellen, dass jedes Organ neben seiner Beweglichkeit (Mobilität, ausgelöst durch die Atmung) gegenüber anderen Organen auch eine feine Eigenbewegung (Motilität, unwillkürliche Eigenbewegung) besitzt. Das akzeptiert die evidenzbasierte Medizin allerdings nicht, obwohl gerade in Bezug auf die vizerale Osteopathie eine zunehmende Annäherung, gerade in den angelsächsischen Ländern zu beobachten ist.

Eine uneingeschränkte Beweglichkeit wird gewährleistet durch seröse Flüssigkeit. Operationen, Traumata, Entzündungen und einiges mehr können dazu führen, dass diese Beweglichkeit und Gleitfähigkeit eingeschränkt ist. Wenn alle drei Systeme des Körpers (Bewegungsapparat, innere Organe und Cranio-Sacrales-System) im Gleichgewicht sind, das heißt,  wenn sie ohne Einschränkung frei beweglich sind, soll der Organismus nach osteopathischer Vorstellung gesund sein. Freie Zirkulation gewährleiste die Nährstoff- sowie die Sauerstoffversorgung und unterstütze den Abtransport von Stoffwechselprodukten und Körpergiften im naturheilkundlichen Sinne, die der Schulmediziner zu den Stoffwechselprodukten zählt. Eine Behandlung kann nach unseren Beobachtungen über die Achse Vegetativum-Thalamus-Limbisches System auch auf die Psyche einen positiven Einfluss haben.